Kintsugi - Der goldene "Sprung in der Schüssel"

Hinter der japanischen Kunst des Kintsugi verbirgt sich eine ganze Philosophie, die uns ermutigt, unsere eigenen Verletzungen und Wunden zu akzeptieren und sie eher noch hervorzuheben, und somit die ihnen eigene Stärke und Schönheit zu unterstreichen.

Kintsugi - oder die Kunst, Unvollkommenheiten von Herzen anzunehmen

Kintsugi bedeutet soviel wie "goldene Fuge". In der Praxis heißt dies, dass zerbrochene Keramikstücke mit Harz zusammengeklebt und die Fugen dann mit einer dünnen Goldschicht überzogen werden. Kintsugi erfordert ein gewisses Maß an manueller Geschicklichkeit und Konzentration. Obwohl es Kintsugi-Künstler gibt, die diese Kunst in höhere Dimensionen praktizieren, ist diese Kunstform für jeden machbar.

Kintsugi ist vor allem eine Philosophie, denn wenn Sie die Bruchstücke Ihres Tellers oder Ihrer Schüssel anfassen, um sie wieder zusammenzusetzen, machen Sie sich diese Philosophie bereits zu eigen! Kintsugi lehrt uns, dass nichts ewig ist, dass nichts Bestand hat und dass es normal ist, dass die Dinge, von denen wir in unserem Leben umgeben sind - ob materiell oder immateriell - eines Tages zerbrechen. Ein Zerbrechen bedeutet jedoch nicht das Ende.

Beim Kintsugi lernt man, dass man, wenn man ein wenig Energie und Herz darauf verwendet, die Scherben wieder zusammenzusetzen, etwas zum Leben erwecken kann, das noch schöner ist als zuvor. 

Kintsugi - eine Erweiterung des japanischen Konzepts des Wabi-Sabi

Kintsugi lehrt uns, Unvollkommenheiten (von anderen, von uns selbst und von der Welt) und Schwächen zu akzeptieren. Anstatt die Risse zu verstecken und sie unsichtbar zu machen, werden sie mit dem edelsten aller Materialien, dem Gold, hervorgehoben. Die Philosophie und Ästhetik, die dem Kintsugi zugrunde liegen, scheinen weit entfernt von unseren westlichen Kriterien und unseren modernen Gesellschaftsformen, die Perfektion, Jugend und Kontinuität favorisieren.

Doch in Japan wird die Schönheit des Unvollkommenen seit langem betont, und zwar mit dem Konzept des Wabi-Sabi, das im 14. Jahrhundert in Japan entstand und eng mit dem Buddhismus und der Teekunst verbunden ist. "Wabi-sabi ist die Schönheit der unvollkommenen, unbeständigen und unvollständigen Dinge. Es ist die Schönheit des Bescheidenen und Demütigen. Es ist die Schönheit der untypischen Dinge". (Leonard Koren). 

Versuchen Sie sich im Kintsugi mit einem zeitgenössischen Keramikkünstler!

Ihr Kursleiter, Taku Nakano, ist selbst Keramiker und Kintsugi-Künstler, der sich für die Verbreitung der Kintsugi-Philosophie in der ganzen Welt einsetzt. Sie können ihn gerne nach der Bedeutung dieser Kunst und seiner persönlichen Interpretation fragen. Genießen Sie diese bereichernde und transformative Erfahrung!

Anfahrt zum Atelier

Das Taku Nakano Ceramics Art Studio befindet sich im Untergeschoss eines schicken Gebäudes im Herzen von Omotesando, einem Viertel, das für seine Vorreiterrolle in Sachen Mode und Kunst bekannt ist. Der Stadtteil ist voll von Galerien, Flagship-Shops berühmter japanischer Designer wie Comme des Garçons, Yoji Yamamoto und Bathing Ape sowie Bauwerken, die als Schaufenster für zeitgenössisches japanisches Architekturtalent dienen.

Ebenfalls gibt es hier etliche luxuriöse Antiquitätengeschäfte zu entdecken. Kurzum, ein Juwel im Herzen Tokios, das viele Schätze birgt. Harajuku, die Takeshita-Straße und der Meiji-Tempel befinden sich ebenfalls in der Nähe.

Die Aktivität kann für bis zu 4 Teilnehmer gebucht werden. Bitte kontaktieren Sie uns im Voraus, wenn Ihre Gruppe aus mehr als 4 Personen besteht, damit die Aktivität dementsprechend für Sie organisiert werden kann.

* Da Deutsch leider nicht zu den verfügbaren Sprachen gehört, empfehlen wir Ihnen vor, die Tour in Begleitung eines englischsprachigen Guides zu genießen.

Location


Kintsugi - Der goldene "Sprung in der Schüssel"

46 € pro Person