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Kintsugi - Der goldene "Sprung in der Schüssel"

  • Shibuya City
  • Englisch
  • 90 minuten

Hinter der japanischen Kunst des Kintsugi verbirgt sich eine ganze Philosophie, die uns ermutigt, unsere eigenen Verletzungen und Wunden zu akzeptieren und sie eher noch hervorzuheben, und somit die ihnen eigene Stärke und Schönheit zu unterstreichen.

Kintsugi - oder die Kunst, Unvollkommenheiten von Herzen anzunehmen

Kintsugi bedeutet soviel wie "goldene Fuge". In der Praxis heißt dies, dass zerbrochene Keramikstücke mit Harz zusammengeklebt und die Fugen dann mit einer dünnen Goldschicht überzogen werden. Kintsugi erfordert ein gewisses Maß an manueller Geschicklichkeit und Konzentration. Obwohl es Kintsugi-Künstler gibt, die diese Kunst in höhere Dimensionen praktizieren, ist diese Kunstform für jeden machbar.

Kintsugi ist vor allem eine Philosophie, denn wenn Sie die Bruchstücke Ihres Tellers oder Ihrer Schüssel anfassen, um sie wieder zusammenzusetzen, machen Sie sich diese Philosophie bereits zu eigen! Kintsugi lehrt uns, dass nichts ewig ist, dass nichts Bestand hat und dass es normal ist, dass die Dinge, von denen wir in unserem Leben umgeben sind - ob materiell oder immateriell - eines Tages zerbrechen. Ein Zerbrechen bedeutet jedoch nicht das Ende.

Beim Kintsugi lernt man, dass man, wenn man ein wenig Energie und Herz darauf verwendet, die Scherben wieder zusammenzusetzen, etwas zum Leben erwecken kann, das noch schöner ist als zuvor. 


Kintsugi - eine Erweiterung des japanischen Konzepts des Wabi-Sabi

Kintsugi lehrt uns, Unvollkommenheiten (von anderen, von uns selbst und von der Welt) und Schwächen zu akzeptieren. Anstatt die Risse zu verstecken und sie unsichtbar zu machen, werden sie mit dem edelsten aller Materialien, dem Gold, hervorgehoben. Die Philosophie und Ästhetik, die dem Kintsugi zugrunde liegen, scheinen weit entfernt von unseren westlichen Kriterien und unseren modernen Gesellschaftsformen, die Perfektion, Jugend und Kontinuität favorisieren.

Doch in Japan wird die Schönheit des Unvollkommenen seit langem betont, und zwar mit dem Konzept des Wabi-Sabi, das im 14. Jahrhundert in Japan entstand und eng mit dem Buddhismus und der Teekunst verbunden ist. "Wabi-sabi ist die Schönheit der unvollkommenen, unbeständigen und unvollständigen Dinge. Es ist die Schönheit des Bescheidenen und Demütigen. Es ist die Schönheit der untypischen Dinge". (Leonard Koren). 

 

Eine Einführung in die Kunst des Kintsugi

Allgemein wird gesagt, dass Kintsugi eine zeitaufwändige Kunstform und ein komplexes Handwerk ist. Wir haben jedoch eine gute Nachricht für alle, die Kintsugi kennenlernen möchten, aber nicht die Mittel haben, um ein umfassendes Reparaturprojekt durchzuführen. Wir bieten Kintsugi Discovery-Workshops an, in denen Sie den interessantesten Teil der Kintsugi-Reparatur kennen lernen können: das Bestäuben mit Goldpulver.

Sie stellen Teller oder Essstäbchenablagen her, die bereits repariert wurden, und bestäuben die Narben mit Gold. Sobald das mit Gold bestäubte Objekt ausgehärtet ist, können Sie es mit nach Hause nehmen (Sie können das Objekt im Studio abholen oder es sich an Ihre Adresse schicken lassen - Postgebühr nicht inbegriffen).

 

Wählen Sie zwischen:

Workshop im traditionellen Kintsugi-Stil: 

Die traditionelle Kintsugi-Reparatur basiert auf der Verwendung von Urushi (dem Saft des Lackbaums). Urushi benötigt viel Zeit zum Aushärten, und es ist nicht möglich, eine vollständige Kintsugi-Reparatur mit Urushi innerhalb einer Stunde abzuschließen. Für den Einführungsworkshop bereiten wir die Objekte jedoch im Voraus vor, sodass Sie direkt die abschließende Schicht auftragen können.

In diesem Workshop haben Sie die Möglichkeit, den eindrucksvollsten Schritt der traditionellen Kintsugi-Reparatur zu erleben: das Aufstäuben von Goldpulver auf die restaurierten Stellen.

Außerdem nehmen Sie an einer der Zwischenschritte des Kintsugi-Prozesses teil – etwa dem Kleben, dem Füllen von Absplitterungen, dem Auftragen von Sabi-Urushi oder dem Beschichten mit schwarzem Urushi. Der jeweilige Arbeitsschritt wird am Tag selbst von unserem Team ausgewählt. Nach Ihrer Sitzung wird das Werkstück an zukünftige Gäste weitergegeben und setzt so eine Art Staffel fort, bei der viele Hände gemeinsam ein zerbrochenes Objekt Schritt für Schritt wieder zum Leben erwecken.

Workshop im Kintsugi-Stil: 

Für Personen, die leicht Hautreaktionen auf Lack bekommen oder ihre Kreationen sofort mit nach Hause nehmen möchten, empfehlen wir den Workshop im „Kintsugi-Stil“, bei dem kein Urushi-Lack verwendet wird. Anstelle der traditionellen Methode können Sie mit Kunstharz auf einfache Weise kintsugiähnliche Werke herstellen. Daher werden hier statt Essgeschirr für den Gebrauch mit Lebensmitteln zum Beispiel Essstäbchenablagen, Accessoires und Schlüsselanhänger gefertigt.

 

Wissenswertes vor der Buchung

Alter: ab 10 Jahren

Was Sie vorbereiten müssen: Sie müssen nichts mitbringen. Bitte tragen Sie Kleidung, die schmutzig werden darf; japanische Arbeitskleidung steht für bis zu 6 Personen zur Verfügung. Personen mit langen Haaren sollten eine Haarspange oder ein Haargummi mitbringen.

Goldpulver: Die 23K-Goldveredelung ist lebensmittelsicher und behält ihre Farbe über lange Zeit. (Eine Messingveredelung ist nicht als lebensmittelsicher zertifiziert.)

Beim Workshop im traditionellen Kintsugi-Stil kann das reparierte Gefäß noch am selben Tag in einer speziellen Trocknungsbox* mit nach Hause genommen werden, nach mindestens einem Tag Trocknung (längeres Trocknen, z. B. eine Woche, ist besser) in unserem Atelier abgeholt werden oder eine Woche später gegen Versandkosten an Ihr Hotel oder in Ihr Heimatland geschickt werden.

*Die Box muss mindestens einen Tag (länger ist besser) an einem warmen Ort (20–30 ℃) geschlossen aufbewahrt werden, damit der Lack trocknen kann. Eine Anleitung liegt der Box bei.

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