Ein Telefon in Japan mieten
- Veröffentlicht am : 30/07/2017
- Von : La rédaction
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Moshi Moshi
Auf einer Reise nach Japan kann es problematisch sein, in Verbindung zu bleiben, da es dort kein GSM-Netz gibt und das von Ihrem Anbieter angebotene internationale Roaming sehr teuer sein kann. Um Reservierungen vorzunehmen, Informationen einzuholen oder einfach nur Google Maps zu nutzen, um sich zu orientieren, ist es sinnvoll, ein Mobiltelefon zu mieten. Diese Lösung ist oft die praktischste und kostengünstigste Möglichkeit, um während Ihres Aufenthalts effektiv zu kommunizieren. Erfahren Sie mehr über die verschiedenen Möglichkeiten und Tipps, wie Sie im Land der aufgehenden Sonne in Verbindung bleiben können.
Was Sie vor der Abreise wissen sollten
Viele Reisende erleben eine böse Überraschung, wenn sie bei der Ankunft feststellen, dass ihr Telefon in Japan trotz ihres internationalen Handytarifs nicht funktioniert. Dies liegt daran, dass es in Japan kein GSM-Netz gibt. Ihr Telefon muss dem 3G-Modell entsprechen, um empfangen und senden zu können. Sie können auch den internationalen Roaming-Service Ihrer Telefongesellschaft in Anspruch nehmen, aber das ist oft eine teure Lösung. In vielen Fällen ist das Mieten eines Telefons bei Ihrer Ankunft in Japan immer noch die sicherste und günstigste Lösung!
Immer mehr Gebiete werden mit Wi-Fi versorgt
Das WLAN-Netz in Japan wächst von Tag zu Tag: Viele Hotels oder Cafés, wie z. B. Starbucks, sind mittlerweile mit WLAN ausgestattet. Bei Hotels wird diese Information oft schon bei der Buchung erwähnt und Sie sollten sich nicht scheuen, beim Einchecken am Empfang danach zu fragen. Auch Verkehrsnetze und Bahnhöfe sind damit ausgestattet, allerdings manchmal mit einem recht schwachen Netz. Mit diesem Netzzugang können Sie Ihre Gesprächspartner über Programme wie Skype, WhatsApp, Messenger usw. erreichen. Mit der App Japan connected Free Wifi können Sie sich mit den verfügbaren Hotspots verbinden.
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Warum sollte man in Japan ein Telefon mieten, anstatt sein eigenes Gerät zu benutzen?
Viele Reisende erleben bei ihrer Ankunft eine böse Überraschung, wenn sie feststellen, dass ihr Telefon in Japan trotz internationaler Flatrate nicht funktioniert. Dies liegt daran, dass es in Japan kein GSM-Netz gibt. Ihr Gerät muss mindestens dem 3G-Modell entsprechen, um empfangen und senden zu können. Es werden spezielle Frequenzen verwendet: die Bänder 1 (2100 MHz) von 3G und 4G, und für 5G Bänder wie n3 (1800), n77 (3700) und n78 (3500).
Selbst wenn Ihr Telefon kompatibel ist, sind die Roaming-Gebühren unerschwinglich. Zum Beispiel können die Kosten mit einem französischen Standardpaket bei Orange 13,31 €/MB, bei SFR 13,20 €/MB, bei Bouygues 10,24 €/MB und bei Free 9,70 €/MB betragen. Ein einfacher Zugriff auf Google Maps, um Ihr Hotel zu finden, könnte Sie mehrere Dutzend Euro kosten! Für Anrufe rechnen Sie zwischen 2,30€ und 2,90€ pro abgesetzter Minute. Ein Telefon vor Ort zu mieten ist daher oft die günstigste Alternative.
Verschiedene Möglichkeiten, um in Japan in Verbindung zu bleiben
Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie Sie während Ihrer Reise in Japan in Verbindung bleiben können:
1. Ein japanisches Prepaid-Telefon mieten: Dies ist ideal, wenn Sie regelmäßig Anrufe tätigen müssen. Sie erhalten ein Gerät mit einer japanischen Nummer und können sowohl lokal als auch international telefonieren. Die Telefone können am Flughafen abgeholt oder in Ihr Hotel geliefert werden. Anbieter wie Softbank Global Rental und G-Call bieten diesen Service an.
2. SIM-Datakarte kaufen: Wenn Ihr Telefon entsperrt (de-locked) ist, können Sie eine Sim-Datakarte kaufen, die Sie in Ihr Gerät einlegen können. Es gibt verschiedene Angebote: 15 Tage, 1 Monat oder 2 Monate mit unterschiedlichen Datenmengen. Diese Option ist praktisch, um auf das Internet zuzugreifen, bietet aber normalerweise keine japanische Telefonnummer.
3. Pocket-WiFi mieten: Mit diesem kleinen tragbaren Router können Sie ein Pocket-WiFi mieten, um mehrere Geräte gleichzeitig zu verbinden. Er ist ideal für Gruppen oder Familien und bietet Ihnen überall eine Internetverbindung mit einer Akkulaufzeit von etwa 12 Stunden. Die Preise variieren zwischen 50€ für 8 Tage und 142€ für einen Monat.
4. Kostenlose WiFi-Netzwerke nutzen: Japan verfügt über ein wachsendes Netz an kostenlosen WiFi-Zonen in Hotels, Cafés, Restaurants, Bahnhöfen und an öffentlichen Plätzen. Mit der App Japan Connected Free WiFi können Sie sich ganz einfach mit den verfügbaren Hotspots verbinden. Diese Verbindungen können jedoch vor allem in ländlichen Gebieten eingeschränkt oder instabil sein.
Vergleich der Verleihdienste für Mobiltelefone
Hier ist ein Vergleich der wichtigsten Anbieter von Handyvermietungen in Japan :
- Softbank Global Rental: Einer der größten japanischen Anbieter, der an allen internationalen Flughäfen vertreten ist. Bietet moderne Smartphones mit hervorragender Netzabdeckung, insbesondere in städtischen Gebieten. Etwas höhere Preise als die Konkurrenz, aber zuverlässiger Service.
- G-Call: Bekannt für seine günstigen Preise und seine Präsenz an vielen Flughäfen. Bietet Hotelzustellung und flexible Pakete an. Einfach zu bedienende englischsprachige Schnittstelle.
- EasyGo Japan: Mietservice mit Lieferung ins Hotel oder an den Flughafen. Bietet Tarife ab 600 ¥/Tag (ca. 3,80 €) mit Ermäßigung für Langzeitmieten (398 ¥/Tag für 30 Tage). Für internationale Gespräche werden 30¥/Minute berechnet.
In Bezug auf die Netzabdeckung ist NTT Docomo aufgrund seiner guten landesweiten Abdeckung für Reisende, die ein Auto mieten, zu empfehlen, während Softbank für städtische Gebiete besser geeignet ist, auf dem Land jedoch weniger leistungsfähig ist.
Der Mietvorgang: Buchung, Abholung und Rückgabe
Reservierung: Es ist generell ratsam, Ihr Telefon im Voraus über das Internet zu reservieren. Einige Unternehmen bieten Rabatte für Frühbucher an. Sie müssen Ihre Reisedaten angeben, das Telefonmodell und den Abholort (Flughafen oder Hotel) auswählen.
Benötigte Dokumente: Um ein Telefon zu mieten, müssen Sie Folgendes vorlegen:
- Einen Identitätsnachweis (Reisepass)
- Eine Kreditkarte (Achtung: Manche Unternehmen akzeptieren keine französischen Debitkarten)
Abholung: Die meisten Verleihfirmen haben an den großen Flughäfen (Narita, Haneda, Kansai usw.) Kioske, an denen Sie Ihr Telefon abholen können. Einige stellen Ihnen auch ohne vorherige Reservierung am selben Tag ein Gerät zur Verfügung, allerdings kann es hier zu längeren Wartezeiten kommen.
Benutzung: Wenn Sie das Telefon in der Hand halten, ist es sofort einsatzbereit. Die Anweisungen werden in der Regel auf Englisch und manchmal auch auf Französisch gegeben.
Rückkehr: Am Ende Ihres Aufenthalts müssen Sie das Telefon an den Verleih zurückgeben oder in vielen Fällen mithilfe eines frankierten Umschlags, den Sie beim Verleih erhalten haben, per Post zurückschicken. Diesen Umschlag müssen Sie vor Ihrer Abreise nur in einen beliebigen japanischen Briefkasten einwerfen.
Gebühren und Kosten für die Miete eines Smartphones
Die Gebühren für das Mieten eines Telefons in Japan setzen sich in der Regel wie folgt zusammen:
1. Tägliche Mietkosten: Zwischen 200 und 600 Yen (1,25 € bis 3,80 €) pro Tag. Bei längeren Mietzeiten werden häufig gestaffelte Gebühren angeboten. Beispiel:
- 600¥/Tag für eine Tagesmiete
- 520¥/Tag ab einer Mietdauer von 9 Tagen
- 398¥/Tag bei 30 Tagen (d.h. insgesamt 11.940¥, ca. 75€)
2. Kosten für Gespräche:
- Eingehende Anrufe: in der Regel kostenlos
- Ausgehende lokale Anrufe: zwischen 60 und 200 Yen/Min (0,38€ bis 1,25€)
- Internationale Anrufe: zwischen 100 und 500 Yen/Min (0,63€ bis 3,15€)
- SMS und E-Mail-Versand: kostenpflichtig (Tarife variieren je nach Anbieter)
3. Zusätzliche Gebühren:
- Versand- und Rücksendekosten: ca. 1.000¥ (6,30€)
- Versicherung (freiwillig, aber empfohlen)
Um Ihr Budget zu optimieren, denken Sie daran, im Voraus zu buchen, um von Preisnachlässen zu profitieren, und wählen Sie, wenn möglich, ein Paket mit unbegrenzter Datenmenge, um zusätzliche Kosten für den Datenverbrauch zu vermeiden.
Die besonderen Vorteile der Telefonmiete in Japan
Die Entscheidung, ein Telefon in Japan zu mieten, hat viele Vorteile:
JapanischeOrtsnummer: Eine japanische Nummer zu haben, erleichtert Ihnen den Kontakt mit lokalen Unterkünften, Restaurants und Dienstleistungen. Japaner ziehen bei Last-Minute-Buchungen oft Telefonanrufe E-Mails vor.
Kostenlose eingehende Anrufe: Im Gegensatz zum internationalen Roaming, bei dem das Empfangen von Anrufen gebührenpflichtig ist, sind eingehende Anrufe mit einem in Japan gemieteten Telefon in der Regel kostenlos.
Zugang zum Internet: Es gibt viele Vorteile, in Japan online zu sein, z. B. können Sie Zugfahrpläne in Echtzeit abrufen, Übersetzungs-Apps nutzen oder nach empfohlenen Restaurants in der Nähe suchen.
Lange Akkulaufzeit: Leihtelefone sind oft mit neuen oder gut erhaltenen Akkus ausgestattet, die eine lange Akkulaufzeit während Ihrer langen Erkundungstage garantieren.
Einfache Nutzung: Es sind keine komplizierten Einstellungen oder Installationen erforderlich, Sie können das Telefon sofort nach Erhalt nutzen.
Einsparung von Roaming-Gebühren: Vermeiden Sie überraschende Rechnungen für internationales Roaming, die selbst bei mäßiger Nutzung erhebliche Beträge erreichen können.
Praktische Tipps zur Optimierung Ihres Telefonerlebnisses in Japan
Bereiten Sie IhreReise vor: Reservieren Sie Ihr Telefon oder Ihre Konnektivitätslösung im Voraus, insbesondere wenn Sie während einer touristisch stark frequentierten Zeit wie der Kirschblüte oder dem Herbstlaub reisen.
Laden Sie vor Ihrer Abreisenützliche Apps herunter:
- Japan Connected Free WiFi, um kostenlose Hotspots zu finden
- Google Maps mit offline heruntergeladenen Karten von Japan
- Übersetzungsanwendungen wie Google Translate mit dem Japanisch-Paket offline
- Transport-Apps wie Japan Transit Planner
Schonen Sie den Akku: Besuchstage in Japan sind oft lang und intensiv. Nehmen Sie eine externe Batterie (Powerbank) mit, um Ihr Telefon bei Bedarf aufzuladen.
Kombinieren Sie Lösungen: Wenn Sie in einer Gruppe reisen, ziehen Sie in Betracht, eine WiFi-Pocket für das Internet und ein Telefon für Anrufe zu mieten, die sich alle teilen.
Nutzen Sie Messaging-Apps wie Line (in Japan sehr beliebt), WhatsApp oder Messenger, um kostenlos zu kommunizieren, wenn Sie mit dem WLAN verbunden sind.
Deaktivieren Sie das Datenroaming auf Ihrem privaten Telefon, sobald Sie in Japan angekommen sind, um versehentliche Roaming-Gebühren zu vermeiden.
Schützen Sie Ihr Gerät: Japan ist ein sicheres Land, aber Telefone können während einer Reise leicht vergessen oder beschädigt werden. Schließen Sie nach Möglichkeit eine Versicherung ab, die der Verleihservice anbietet.
Wenn Sie diese Tipps befolgen und die richtige Lösung für Ihre Bedürfnisse wählen, können Sie Ihren Aufenthalt in Japan in vollen Zügen genießen, während Sie auf einfache Weise online bleiben und nach Ihrer Rückkehr keine bösen finanziellen Überraschungen erleben.