Alles, was Sie über den japanischen Buddhismus wissen müssen

  • Veröffentlicht am : 29/07/2026
  • Von : Clement
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Der Buddhismus, der im 6. Jahrhundert über China und Korea auf den japanischen Archipel gelangte, hat sich neben dem Shintoismus zu einer der beiden großen Religionen Japans entwickelt. Diese aus Asien stammende spirituelle Tradition wird außerhalb der Regionen, in denen sie weit verbreitet ist, oft nur wenig verstanden. Erfahren Sie mit Japan Experience alles, was Sie über den japanischen Buddhismus wissen müssen!

Seine Einführung führte zunächst zu Spannungen zwischen den mächtigen Clans Japans, wurde dann aber rasch angenommen.
Der Buddhismus gewann bald die Unterstützung des kaiserlichen Hofes, insbesondere durch die Bemühungen von Prinz Shōtoku, der den Bau zahlreicher Tempel förderte, darunter den Hōryū-ji, den ältesten noch erhaltenen Tempel Japans.

Der Buddhismus verdrängte jedoch nicht den Shintoismus, Japans einheimische Religion, in deren Mittelpunkt die Verehrung lokaler Gottheiten (Kami) steht. Stattdessen existierten die beiden spirituellen Traditionen über die Jahrhunderte hinweg nebeneinander und beeinflussten sich gegenseitig.

Horyu-ji Temple

Horyu-ji-Tempel

@Wikimedia

 

Seit mehr als 1.400 Jahren spielen buddhistische Tempel eine zentrale Rolle im religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben Japans. Sie dienen nicht nur als Orte der Andacht, sondern auch als Zentren des Studiums, der Lehre und der Bewahrung heiliger Schriften.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich viele der großen Klöster des Landes zudem zu einflussreichen religiösen und politischen Zentren, die eine bedeutende Rolle in der japanischen Geschichte spielten.

Die Architektur buddhistischer Tempel entwickelte sich im Laufe der Zeit weiter und wandelte sich von den chinesisch inspirierten Entwürfen der frühesten Tempel hin zu einem in späteren Epochen ausgeprägteren japanischen Stil.

Le temple Tôdai-ji, bordé de cerisiers en fleurs, dans le Parc de Nara

Der von blühenden Kirschbäumen gesäumte Tôdai-ji-Tempel im Park von Nara

Kagami~

Viele Japaner besuchen regelmäßig Tempel, um zu beten oder Opfergaben darzubringen.

 

Kleine Nachbarschaftstempel werden oft von regelmäßigen Besuchern aufgesucht, beispielsweise von Anwohnern, die auf dem Weg aus dem Haus, vor der Arbeit oder im Rahmen ihres Alltags für ein paar Minuten vorbeischauen.

 

Viele Haushalte verfügen zudem über einen „Butsudan“, einen kleinen buddhistischen Altar, der den Ahnen gewidmet ist und auf dem man Weihrauch, Blumen, Tee und andere Opfergaben darbringen kann.

Tokyo en été (Bon Odori)

Tokio im Sommer (Bon Odori)

@Unsplash