Nahrungsmittelallergien in Japan
- Veröffentlicht am : 16/06/2026
- Von : Clément
- Youtube
Mit Lebensmittelallergien nach Japan reisen – das ist möglich! Allergene sind oft auf den Speisekarten in Restaurants oder auf den Produkten im Supermarkt angegeben. Ein Überblick mit Japan Experience.
Eine Reise nach Japan kann für Menschen mit Lebensmittelallergien auf den ersten Blick einschüchternd wirken, vor allem wegen der Sprachbarriere. Dennoch gibt es Maßnahmen, die den Alltag der Betroffenen erleichtern sollen. So schreibt beispielsweise seit 2015 eine Verordnung die Kennzeichnung mehrerer wichtiger Allergene auf Konsumgütern vor. Auch wenn weiterhin gewisse Vorsichtsmaßnahmen erforderlich sind, ist es durchaus möglich, die japanische Küche ganz unbeschwert zu genießen.
Die Kennzeichnung von Produkten
Im Konbini oder im Supermarkt werden die häufigsten Allergene in einem eigenen Kasten angegeben oder in der Zutatenliste hervorgehoben. Dieser Kasten ist an Begriffen wie „アレルゲン“ oder „アレルギー物質“ zu erkennen:
Hier ist die Liste der 8 Allergene, die auf Verpackungen angegeben werden müssen:
Eier: 卵 / たまご („tamago“)
Milch: 牛乳 / ぎゅうにゅう („gyünyü“)
Weizen: 小麦 / こむぎ („komügi“)
Garnelen: 海老 / えび („äbi“)
Krabben: かに („kani“)
Buchweizen: そば („soba“)
Erdnüsse: 落花生 / らっかせい („lak-ka sä“)
Walnüsse: くるみ („kürümi“)
Falls Sie diese komplizierten Schriftzeichen nicht erkennen können, reicht eine Übersetzung über die Kamera Ihres Smartphones aus.
Versteckte Allergene
In Japan kommt es recht häufig vor, dass Produkte bestimmte Allergene enthalten, ohne dass dies auf den ersten Blick erkennbar ist.
Soja ist beispielsweise sehr verbreitet: Als wichtigste Würzsauce der japanischen Küche ist Sojasauce in einer Vielzahl von Fertiggerichten, Snacks oder salzigen Keksen enthalten.
Personen mit einer Fischallergie sollten bei Gerichten, die Dashi ( 出し / だし) enthalten, Vorsicht walten lassen. Diese Fischbrühe dient als Grundlage für viele Gerichte, wie beispielsweise Suppen oder bestimmte Nudelgerichte.
Auch der in diesen Gerichten enthaltene Buchweizen ist für Betroffene zu beachten, ebenso wie Meeresfrüchte, die in bestimmten Gerichten und Soßen vorkommen.
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Essen im Restaurant
Allergene Produkte im Restaurant zu vermeiden, ist relativ einfach.
In den meisten großen Restaurantketten und Fast-Food-Restaurants sind die Produkte, die Allergien auslösen können, auf der Speisekarte aufgeführt.
In eher lokalen Restaurants ist dies jedoch nicht immer der Fall. Seien Sie daher vorsichtig und erkundigen Sie sich bei Bedarf beim Personal.
„Ich bin allergisch“
Das Wort „Allergie“ heißt auf Japanisch „アレルギー“ (ausgesprochen wie „Aläl-gi“). Hier ist ein Satz , den sich auch Nicht-Japanischsprachige leicht merken können:
„[Produktname] arerugii ga arimasu“(ausgesprochen wie „aläl-gi ga ali-mas“)
Um zu sagen: „Ich bin allergisch gegen [Name des Produkts]“
Schauen Sie sich die obige Liste der Allergene an, und schon können Sie in Japan ganz sicher im Restaurant bestellen!
Im Falle von Problemen
Bei leichten Symptomen sollte das allergieauslösende Produkt schnellstmöglich identifiziert werden. Antihistaminika sind in jeder Apotheke (Drugstore) erhältlich, die in Japan sehr verbreitet sind.
Bei schwereren Symptomen zögern Sie nicht, den Rettungsdienst unter der Nummer 119 zu verständigen. In Großstädten und touristischen Gebieten sollten Krankenhäuser in der Lage sein, ausländische Besucher zu versorgen.
Es wird jedoch dringend empfohlen, eine in Englisch und/oder Japanisch verfasste Allergiekarte mitzuführen und eine Reiseversicherung abzuschließen, um Ihre medizinischen Kosten im Bedarfsfall abzudecken.
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