Entdecken Sie den Hōryū-ji, einen der ältesten Tempel Japans!
- Veröffentlicht am : 22/07/2026
- Von : Clément
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Der südlich von Nara gelegene Hōryū-ji (auch bekannt als Hōryū-ji Sannai) ist dafür bekannt, die ältesten noch erhaltenen Holzgebäude Japans zu beherbergen, und zählt zu den ältesten buddhistischen Tempelanlagen des Landes. Er wurde 607 von Prinz Shōtoku gegründet und gehört seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Entdecken Sie mit Japan Experience eines der bemerkenswertesten historischen und kulturellen Wahrzeichen Japans!
Prinz Shōtoku, der Gründer des Hōryū-ji
Prinz Shōtoku ist eine fast schon legendäre Gestalt, da viele alte Überlieferungen seine Leistungen im Laufe der Jahrhunderte ausgeschmückt haben. Nach zuverlässigen historischen Quellen war er jedoch die treibende Kraft hinter einer Reihe fortschrittlicher Reformen, die die japanische Gesellschaft im 7. Jahrhundert mitgeprägt haben.
Ihm wird zugeschrieben, im Jahr 604 Japans erste Verfassung eingeführt, die Zentralisierung der Regierung vorangetrieben und offizielle Gesandtschaften nach China entsandt zu haben.
Prinz Shōtoku war zudem einer der größten Förderer des Buddhismus, der sich erst wenige Jahrzehnte zuvor auf dem japanischen Archipel auszubreiten begonnen hatte.
Im Jahr 607 gründete er den Hōryū-ji und widmete den Tempel Yakushi Nyorai, dem Medizin-Buddha, als Gebet für die Genesung des erkrankten Kaisers.
Erkundung des Tempelgeländes
Der Tempelkomplex Hōryū-ji erstreckt sich über mehr als 187.000 Quadratmeter und ist in zwei Hauptbereiche unterteilt: den westlichen Bereich (Sai-in) und den östlichen Bereich (Tō-in).
Wenn man den Tempel durch das Südtor (Nandaimon) und anschließend durch das Mitteltor (Chūmon) betritt, gelangt man zunächst in den westlichen Bereich. Hier befinden sich die fünfstöckige Pagode (Gojū-no-tō) und die Haupthalle (Kondō) des Hōryū-ji.
Zum Bezirk gehören außerdem mehrere Nebentore, Lagerhäuser, die Wohnräume der Mönche, der Speisesaal sowie eine Reihe traditioneller Gärten.
Ein nach Osten führender Weg verbindet den östlichen Bereich mit dem westlichen. Zwischen den beiden Bereichen befindet sich die Galerie der Tempelschätze, in der eine außergewöhnliche Sammlung buddhistischer Kunstwerke und religiöser Artefakte ausgestellt ist.
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Die ältesten erhaltenen Holzgebäude der Welt
Der Hōryū-ji ist für seine alte Holzarchitektur bekannt. Im westlichen Bereich befinden sich einige der ältesten noch erhaltenen Holzgebäude der Welt.
Genauer gesagt gilt der Kondō, die Haupthalle des Tempels, weithin als das älteste noch erhaltene Holzgebäude der Welt.
Er beherbergt die heiligsten Schätze des Tempels: eine bemerkenswerte Sammlung buddhistischer Statuen, die als nationale Kulturgüter gelten, darunter Yakushi Nyorai, der Medizin-Buddha, und Amida Nyorai, der Buddha des Reinen Landes.
Daneben steht die fünfstöckige Pagode, die sich auf über 33 Meter erhebt und etwa zur gleichen Zeit wie die Haupthalle erbaut wurde. Ihre zentrale Säule besteht aus japanischer Zypresse, die bereits im Jahr 594 gefällt wurde.
Der Hōryū-ji wurde 1993 als Teil der „Buddhistischen Denkmäler im Hōryū-ji-Gebiet“ in die Liste des UNESCO- Weltkulturerbes aufgenommen. Er gilt weithin als das schönste erhaltene Beispiel buddhistischer Architektur aus der Asuka-Zeit (538–710). Der kurz nach der Einführung des Buddhismus in Japan erbaute Tempel spiegelt den Einfluss chinesischer Architekturstile wider und weist zugleich charakteristische Anpassungen auf, die später zu einem Markenzeichen der japanischen Architektur werden sollten.
Seine Gebäude zeugen zudem von der außergewöhnlichen Handwerkskunst der japanischen Zimmerleute jener Zeit, deren fortschrittliche Bautechniken es ermöglichten, dass diese Holzkonstruktionen Jahrhunderten der Witterungseinwirkung und häufigen Erdbeben standhielten und so ihre bemerkenswerte Erhaltung sicherstellten.
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Ein Besuch im Hōryū-ji
Der Hōryū-ji befindet sich in der Stadt Ikaruga, südöstlich von Nara.
Der Tempel ist vom JR-Bahnhof Nara aus in etwa 10 Minuten gut zu erreichen, indem man einen Direktzug zum Bahnhof Hōryū-ji nimmt. Von dort aus kann man einen Bus zum Tempeleingang nehmen oder stattdessen einen 20-minütigen Spaziergang genießen.
Der Hōryū-ji ist von März bis Oktober von 8:00 bis 17:00 Uhr und von November bis Februar von 8:00 bis 16:30 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 2.000 Yen für Erwachsene und 1.000 Yen für Kinder und beinhaltet den Zugang zur Galerie der Tempelschätze.
Das Tempelgelände ist weitläufig, planen Sie daher 2 bis 3 Stunden ein, um die Anlage in Ihrem eigenen Tempo zu erkunden.
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