Shinjuku Gyoen: eine grüne Oase im Herzen Tokios!
- Veröffentlicht am : 21/10/2026
- Von : Phoebe
- Youtube
Inmitten der Wolkenkratzer von Shinjuku zeigt der Shinjuku Gyoen eine ganz andere Seite der Hauptstadt. Auf einer Fläche von über 58 Hektar vereint der Park japanische Gärten und Anlagen im europäischen Stil – zur großen Freude der Besucher. Was gibt es in einem der größten Parks Tokios zu sehen? Wie lässt sich der Besuch am besten gestalten? Das Team von Japan Experience stellt Ihnen diesen Garten aus der Edo-Zeit vor.
Shinjuku Gyoen – drei Gärten in einem
Die Geschichte des Parks reicht bis in die Edo-Zeit (1603–1868) zurück, als das Anwesen der Familie Naitō gehörte. Ende des 19. Jahrhunderts wurde Shinjuku Gyoen in einen kaiserlichen Garten umgewandelt und 1949 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seine Besonderheit liegt in der Vielfalt seiner Landschaften: Innerhalb weniger Gehminuten gelangt man von einem traditionellen japanischen Garten zu Anlagen im französischen Stil und schließlich zu weitläufigen Rasenflächen im englischen Stil. So bietet der Park zu jeder Jahreszeit abwechslungsreiche Erlebnisse.
Der japanische Garten – Schönheit zu jeder Jahreszeit
Er ist einer der charakteristischsten Bereiche des Shinjuku Gyoen. Wege führen an den Teichen entlang, überqueren Brücken und schlängeln sich zwischen den sorgfältig geschnittenen Bäumen hindurch. Die Landschaften sind so angelegt, dass sie sich nach und nach offenbaren: Hier taucht eine kleine Insel aus dem Wasser auf; dort hebt sich ein Pavillon aus der Vegetation hervor.
Verpassen Sie auf keinen Fall das Kyu Goryo-tei, auch als taiwanesischer Pavillon bekannt. Es wurde 1927 anlässlich der Hochzeit des damaligen Kronprinzen Shōwa erbaut und vereint chinesische und taiwanesische architektonische Einflüsse. Seine Silhouette spiegelt sich im Teich wider und bietet einen schönen Ausblick auf den Garten.
Am Ende des Winters kann man dort die blühenden Pflaumenbäume bewundern. Einige Monate später ist die Kirschblütenzeit. Auch wenn sich alle drängen, um dieSomei-Yoshino, die Kirschbäume mit weißen Blütenblättern, zu sehen, empfehlen wir Ihnen wärmstens, bis Ende April zu warten, um die Pompon-Kirschbäume zu bewundern! Nicht nur, dass dann weniger Menschen da sind als im März, diese ganz in Rosa getauchten Kirschbäume verleihen dem Park zudem eine idyllische Note.
Und schließlich färben sich die Ahornbäume im Herbst rot und bilden ebenfalls einen schönen Kontrast zum japanischen Garten.
Der französische Garten – aus Liebe zu den Rosen
Der französische Garten steht im Kontrast zu den freieren Formen des japanischen Gartens. Lange, von Bäumen gesäumte Alleen lenken den Blick auf geordnete Beete und Rosengärten. Letztere sind besonders im Herbst interessant, wenn sie zum zweiten Mal blühen. Die Platanenreihen hingegen markieren den Wechsel der Jahreszeiten.
Der englische Garten und seine großen Rasenflächen
Der offenere englische Garten zeichnet sich durch seine großen Rasenflächen und Bäume mit vielfältigen Silhouetten aus. Er ist der ideale Ort, um das Tempo zu drosseln und unter den Ästen ein Getränk zu genießen.
Im Frühling ziehen die Kirschbäume zahlreiche Besucher an, aber Vorsicht: Im Gegensatz zu einigen anderen Parks in Tokio gelten im Shinjuku Gyoen strenge Regeln für Picknicks, da alkoholische Getränke und laute Aktivitäten verboten sind.
Unser Tipp? Wenn Sie die Somei-Yoshino-Kirschbäume im März sehen möchten, besorgen Sie sich im Voraus ein Ticket an der Parkkasse und kommen Sie gleich zur Öffnungszeit. So können Sie die Alleen genießen, bevor die Gruppen eintreffen, und haben Zeit, in Ruhe von einem Garten zum nächsten zu schlendern.
Das Tropenhaus – entdecken Sie einzigartige Pflanzenarten
Wenn Sie mal einen Tapetenwechsel wünschen, machen Sie einen Abstecher ins große Gewächshaus. Dort finden Sie tropische und subtropische Pflanzen, darunter Arten, die in den Außenanlagen Tokios nicht zu finden sind. Es ist auch eine gute Alternative, wenn es regnet oder die Temperaturen kühl sind. Informieren Sie sich jedoch vorher über die Schließzeiten des Gewächshauses, da diese von denen des Parks abweichen können.
Sind Sie ein Gartenliebhaber? Entdecken Sie die schönsten Landschaften Japans mit unseren Themenreisen
Zahlreiche Rastmöglichkeiten
Ein kleiner Hunger unterwegs? Im Shinjuku-Gyoen gibt es mehrere Cafés, in denen man eine Pause einlegen kann.
Im englischen Garten finden Sie ein Starbucks, das während der Kirschblüte wegen seiner saisonalen Leckereien regelrecht gestürmt wird. Eine verlockende Alternative ist SASAYAIORI. Spezialisiert auf Matcha, bietet das Lokal Matcha-Latte sowie Tee-Sets mit Gebäck an. Dort gibt es auch ein paar Hot Dogs und Sandwiches, falls Sie keine Zeit hatten, ein Picknick mitzunehmen.
Was gibt es rund um den Shinjuku-Gyoen zu sehen?
Shinjuku-Gyoen ist ein guter Ausgangspunkt, um das Viertel Shinjuku zu erkunden.
Shinjuku-Sanchome: zwischen Cafés und Kaufhäusern
Shinjuku-Sanchome ist ein lohnender Zwischenstopp, um den Rundgang fortzusetzen. Das Viertel vereint Modegeschäfte, Cafés und Boutiquen nur wenige Schritte vom Park entfernt.
Das Kaufhaus Isetan Shinjuku ist einen Besuch wert, auch wenn Sie nicht vorhaben, einzukaufen – schon allein wegen seines „Depachika“, der Lebensmittelabteilung im Untergeschoss, in der Sie Gebäck, Wagashi (japanische Süßigkeiten) und Spezialitäten aus verschiedenen Regionen Japans finden.
Rund um dem Bahnhof Shinjuku-sanchome finden Sie zudem zahlreiche Cafés und Restaurants. Unsere Empfehlung? Das Café Wall, wo man in gemütlicher Atmosphäre günstige Mittagsmenüs genießen kann, und das Macho Cafe, eine stilvolle Matcha-Bar am Rande des Schwulenviertels von Shinjuku.
Der Hanazono-jinja-Schrein – eine spirituelle Auszeit mitten in der Stadt
Etwa zehn Gehminuten vom Park entfernt liegt der Hanazono-jinja-Schrein, einer der bekanntesten Shinto-Schreine in Shinjuku. Eingebettet zwischen Gebäuden und Einkaufsstraßen bildet er einen interessanten Kontrast zum geschäftigen Treiben des Viertels.
Der Zugang erfolgt durch rote Torii-Tore. Besucher kommen hierher, um für beruflichen Erfolg oder Glück zu beten. An bestimmten Tagen im Jahr finden hier auch Flohmärkte und traditionelle Veranstaltungen statt.
Nehmen Sie sich die Zeit, die Details der Gebäude, die Laternen und die kleinen Altäre zu betrachten, die über das Gelände verteilt sind. Der Rundgang ist recht kurz, bietet aber die Gelegenheit, eine andere Seite Tokios zu entdecken, in der Kultstätten nach wie vor fester Bestandteil des Alltags der Einwohner sind.
Entdecken Sie die Hauptstadt einmal anders bei unserer Stadtführung!
Ein Tor zu Shinjuku
Nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof Shinjuku entfernt bietet der Park zudem die Möglichkeit, das Viertel näher zu erkunden. Die Freuden von Kabukicho bis hin zu den traditionellen Kneipen (Izakaya) in Omoide Yokocho – entdecken Sie Shinjuku auf eine ganz neue Art mit Japan Experience.
Möchten Sie mehr über Japan erfahren? Abonnieren Sie unseren Newsletter und folgen Sie uns auf Instagram.
PRAKTISCHE INFORMATIONEN
ADRESSE: 11 Naitomachi, Shinjuku-ku, Tokio 160-0014, Japan
ÖFFNUNGSZEITEN: Dienstag bis Sonntag, 9:00 bis 16:30 Uhr
EINTRITTSPREIS: 500 Yen für Erwachsene
EMPFOHLENE DAUER: Planen Sie zwei bis drei Stunden für den Park ein, sowie einen weiteren halben Tag, wenn Sie die Umgebung erkunden möchten
Gestalten Sie Ihre Traumreise mit unseren Experten!
Ob geführt oder auf eigene Faust – unsere Reiserouten passen sich Ihrem Reisestil an. Überlassen Sie die Logistik Ihrer Japanreise unserer Agentur und den Experten vor Ort – für ein unvergessliches und stressfreies Erlebnis.